Über ARNDT

Geprägt von dem literarischen Einfluß seines Urgroßvaters, dem Heimat-dichter Heinrich Sohnrey, begann Arndt in frühester Jugend gegen die dörfliche Tristesse Theaterstücke und Kurzfilme zu inszenieren, die zu seiner Freude und Überraschung prompt erfolgreich auf Festivals wie dem Hamburger Filmfest gezeigt wurden. Es folgte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und zahlreiche Engagements am Staatstheater Hannover, Staatstheater Braunschweig, dem Thalia Theater in Hamburg sowie ein Festengagement am Grips Theater in Berlin. Bald erhielt er die Gelegenheit der Zusammenarbeit mit Filmregisseuren wie Leander Haußmann (Sonnenallee), Detlef Buck und Wolfgang Becker (Good Bye Lenin). Er entschloß sich, das Theater zu verlassen und frei zu arbeiten. Eine dichte Phase hochwertiger Film- und Fernsehproduktionen begann. Arndt spielte in einer Reihe von Tatorten, arbeitete mit Uli Edel (Das Adlon. Eine Familiensaga) und zeigte sich in Figureninterpretationen historischer Persönlichkeiten wie Billy Wilder und Joseph Goebbels. Aufmerksam geworden durch seine markant-herben wie auch durchscheinend-zerbrechlichen Charakterstudien mehrten sich Angebote von Produktionen des internationalen Raums. Zusammenarbeiten mit Quentin Tarantion für "Inglorious Basterds", Michael Haneke (Das weiße Band) und David Cronenberg (A Dangerous Method) eröffneten eine weitere Etappe für sein Schaffen. Schauspiel-Agenten in Kanada, England und Irland nahmen ihn unter Vertrag und  seitdem wirkt er unter anderem in Serien der BBC (SS-GB) und des kanadischen Fernsehens (CampX) mit. 

 

In eigenen Fortbildungen begegnete Arndt der Arbeitsweise von Eric Morris, die ihn nachhaltig prägte. Eric führte ihn auch an die Arbeit des amerikanischen Psychologen-Ehepaars Hal and Sidra Stone und deren Interview-Methodik der Subpersonalities. Weitere Coaches wie Ivana Chubbuck, Jens Roth, Bernard Hiller und die Auseinandersetzung mit Körper- und Bewusstseinsarbeit, gaben ihm den Anstoß, schließlich eine eigene Ausrichtung zu entwickeln. 

Darüberhinaus ist Arndt Schwering-Sohnrey Mitbegründer des „Institute for Artistic Research“, eine Initiative für künstlerische Forschung sowie Mitglied der Künstlergruppe „A Rose Is“. Mit großem Engagement arbeitet er als Dozent und Coach an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Royal Central School of Speech and Drama in London. Er ist aktives Mitglied der Deutschen sowie Europäischen Filmakademie. 

 

Filmografie (Auswahl)

1999: Die Einsamkeit der Krokodile
2000: Anatomie
2001: Familie und andere Glücksfälle
2001: Good Bye, Lenin!
2003: Aus der Tiefe des Raumes
2004: Oktoberfest
2004: Tatort – Schichtwechsel
2005: Die Nacht der großen Flut
2006: Tatort – Bienzle und der Tod in der Markthalle
2006: Tatort – Das verlorene Kind
2008: Das Morphus Geheimnis
2008–2012: Der Schwarzwaldhof (Fernsehreihe, sechs Folgen)
2009: Inglourious Basterds
2011: A Dangerous Method
2012: Tatort – Hinkebein
2013: Das Adlon. Eine Familiensaga (Fernseh-Dreiteiler)
2013: Die goldene Gans
2014: Inspektor Jury – Der Tote im Pub
2015: Tatort – Der Irre Iwan
2015: Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit

2015: Der Staat gegen Fritz Bauer 
2016: Tatort – Der treue Roy
2017: Tatort – Der scheidende Schupo
2017: Back for Good
2017: Tatort – Der wüste Gobi

2017: Blaumacher

2018: Hotel Heidelberg
2018: Tatort – Der kalte Fritte

2018: Krieg der Träume

2018: Das Pubertier

2018: 303

2018: Tatort – Die robuste Roswita